Unternavigation

Allgemeine Hinweise

Landesaktionsplan:

Logo der Landesinitiative NRW inklusiv
Landesaktionsplan „Eine Gesellschaft für alle - NRW inklusiv“
- auch in Leichter Sprache -

Gelebte Inklusion:

Logo: Inklusionskataster NRW
Inklusion erfolgreich und gemeinsam umsetzen - Wege zum inklusiven Gemeinwesen

Info-Portal Barrierefreiheit:

Logo: informierbar
NRW InformierBar - Informationen zur Barrierefreiheit öffentlich zugänglicher Einrichtungen in NRW

Lösungen für Planer:

Abbildung der Broschüre Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden
Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden, Lösungsbeispiele für Planer und Berater, 1/2014; 3. überarbeitete Auflage

Projekt:

Logo: PIKSL
PIKSL - Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für mehr Selbstbestimmung im Leben

Inhalt

Grundkriterien - Anforderungen an die Barrierefreiheit für Menschen mit einer Hörschädigung

Der vorliegende Kriterienkatalog ist für die Bestandserfassung NRW und das Signet NRW bestimmt. Die Kriterien dienen nicht als Planungsgrundlage für Architekten und sonstige Baufachleute.

Informationen, die der Sicherheit und Orientierung von Menschen mit einer Hörschädigung dienen, müssen in Form des Zwei-Sinne-Prinzips zur Verfügung gestellt werden. Das bedeutet akustische Informationen müssen für Menschen mit einer Hörschädigung auch über einen anderen Sinn erfassbar sein: optisch, kontrastreich und/ oder taktil, sofern nicht ein unmittelbarer Ausgleich der Beeinträchtigung etwa durch technische Hörhilfen für schwerhörige Menschen oder Gebärdensprachdolmetschung für gehörlose Menschen in Betracht kommt.

Vorabinformationen

  • Internetseite barrierefrei
  • Aktuelle Informationen zu verfügbaren Unterstützungsangeboten für hörgeschädigte Menschen auf der Internetseite
  • Broschüren, Programme etc. optisch kontrastreich
  • Broschüren, Programme etc. mit serifenfreier Schrift
  • Möglichkeit für Menschen mit einer Hörschädigung selbst festzulegen, welche geeignete Hilfe (z.B. Gebärdensprach- oder Schriftdolmetscher, Lorm-Dolmetscher für Taubblinde, Technik) vor Ort bereitgestellt werden soll

Außenbereich

  • Keine besonderen Anforderungen

Gebäudeeingang/-ausgang

  • Hausnummer optisch kontrastreich
  • Hausnummer gut beleuchtet
  • Hausnummer in ausreichender Größe
  • Möglichkeit, sich über eine Kamera optisch bemerkbar zu machen
  • Gegensprechanlage mit Anzeige "Bitte sprechen"
  • Optisches Freigabesignal für die Türöffnung (z.B. Anzeige "Tür frei", Lichtsignal)
  • Piktogramm mit Hinweis, wo technische Hilfen auffindbar sind

Innenbereich

Hilfen vor Ort
  • Optisch eindeutige Orientierungssysteme, Wegweiser zum Auffinden der Unterstützungsangebote vor Ort (z.B. Kontaktperson, Hörhilfen, Gebärdensprach- und Schriftdolmetscher)
  • Hilfestellung durch geschultes Personal; kontinuierliches Schulungsangebot für Mitarbeitende mit Fokus auf die speziellen Erfordernisse von Menschen mit Hörschädigung (z.B. Verhaltensregeln, Differenzierung schwerhörige/ gehörlose Menschen, Umgang mit Höranlagen)
  • Leicht verständliches Hinweisschild im Eingangsbereich, was und wer in den einzelnen Etagen untergebracht ist
  • Optisch kontrastreiches Hinweisschild im Eingangsbereich, was und wer in den einzelnen Etagen untergebracht ist
Aufzug
  • Optisch kontrastreiche Stockwerksanzeige in der Kabine
  • Optische Bestätigung beim Auslösen des Notrufs (eindeutige Symbolik für "Notruf ausgelöst", "Notruf angenommen")
  • Alternativ: Angabe einer Mobilfunknummer im Sichtfeld des Betroffenen zum Absenden eines Notrufs in Form einer SMS oder ein installiertes Telefon mit induktivem Streufeldhörer
Rettungswege/ Alarm
  • Alarmsignal nach Zwei-Sinne-Prinzip, auch im Bereich von Sanitärräumen und Umkleidekabinen (akustischer sowie optischer Alarm, z.B. Blinkleuchten, eindeutige Piktogramme)
  • Flucht- und Rettungsplan gut sichtbar angeordnet
  • Flucht- und Rettungsplan optisch kontrastreich
  • Fluchtwegschilder gut sichtbar angeordnet
  • Fluchtwegausschilderung optisch kontrastreich
Einrichtungsspezifische Kriterien für Verwaltungsgebäude
  • Induktionsschleifensystem, geeignet für laute Umgebungsgeräusche, am Empfang bzw. Information, gut sichtbares Hinweisschild
  • Blendfreie Sicht auf den Ansprechpartner, der sich hinter einer Glasscheibe befindet
  • Raumakustik (Verwendung von Schall und Nachhall dämmenden Materialien, z.B. Akustikdecke und wände, schallgedämpfter Boden, geringe Außengeräusche)
  • Optisches Leitsystem, Infotafeln (gut sichtbare, kontrastreiche und lesbare Schilder, Tafeln, etc.)
  • Anzeigetafel mit Warte- und Raumnummer oder persönliches Abholen nach Anmeldung am Empfang
  • Einsatz von Gebärdensprachdolmetschern
  • Einsatz von Schriftdolmetschern
  • Einsatz von Lorm-Dolmetschern für Taubblinde
  • Einsatz von abhörsicheren Induktionsschleifensystemen für Person-zu-Person-Gespräche, einen begrenzten Radius umfassend, gut sichtbares Hinweisschild

Pfeilspitze nach linkszurück zur Inhaltsübersicht

Pfeilspitze nach rechtsweiter zu Einrichtungsspezifische Kriterien - Anforderungen an die Barrierefreiheit für Menschen mit einer Hörschädigung

li

Letzte Aktualisierung am 28.11.12