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Barrierefreiheit - Hilfen zur praktischen Umsetzung

Barrierefreiheit in der bebauten Umwelt gewinnt zunehmend an Bedeutung. Nicht zuletzt fordern die demografischen Veränderungen den verstärkten Einsatz moderner Technologien und die Umsetzung von Barrierefreiheit im öffentlichen Bereich wie im Wohnungsbau. Mit Veröffentlichung der DIN 18040 hat die Umsetzung baulicher Barrierefreiheit neue Impulse bekommen. Die in der DIN beschriebenen Mindeststandards basieren auf einem Verständnis zur Barrierefreiheit, welches die Bedürfnislagen unterschiedlicher Nutzergruppen (Menschen mit motorischen Einschränkungen, Menschen mit Sinnesbehinderungen, Rollstuhlnutzer, Nutzer von Gehhilfen, etc.) aufgreift.
Vielfältige Nutzeranforderungen machen aber die technische Realisierung von Barrierefreiheit nicht immer einfach, besonders vor dem Hintergrund weiterer technischer Limitierungen vor Ort und eines vorgegebenen Finanzierungsrahmens. Neben dem Wissen um die technischen Vorgaben, erfordert die praktische Umsetzung von Barrierefreiheit daher häufig eine weitergehende Beschäftigung mit dem Thema, die sich möglichst auch auf der kritischen Auseinandersetzung mit Lösungsbeispielen und der Selbsterfahrung von Barrieren im Alltag aufgrund tatsächlicher oder simulierter Beeinträchtigungen abstützt.
"Barrierefreiheit - Hilfen zur praktischen Umsetzung" lesenSeminar zum Thema Barrierefreies Wohnen am FTB

Die Agentur Barrierefrei NRW führt im Rahmen des Qualifizierungskurses „Reha Fachberater“ der Bundesfachschule für Orthopädie-Technik aus Dortmund am 27.01.2011 im Testzentrum des Forschungsinstituts Technologie und Behinderung ein Seminar zum Thema Barrierefreies Wohnen durch.
Die Veranstaltung ist in in zwei Seminarblöcke geteilt. Im ersten Block werden nach einer thematischen Einführung zur Barrierefreiheit unter rechtlichen, technischen und demographischen Gesichtspunkten, Aufgaben, Ziele, Ablauf und Finanzierung von Wohnberatung sowie Umsetzungsbeispiele von individuellen Wohnraumanpassungen aufgezeigt.
Im zweiten Seminarblock werden bei einer Führung durch die Ausstellungsräume des FTB ausgewählte technische Lösungen zur barrierefreien Gestaltung von Wohnungen demonstriert.
"Seminar zum Thema Barrierefreies Wohnen am FTB" lesenInformationen zur Barrierefreiheit vor Ort

Die Agentur Barrierefrei NRW hat eine detaillierte Recherche durchgeführt und Informationsangebote zur Barrierefreiheit vor Ort zusammengetragen. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Anbietern und Informationsquellen, die Bürgerinnen und Bürgern Zugänglichkeitsinformationen zu öffentlich zugänglichen Gebäuden, Orten, Plätzen und anderen Infrastruktur Angeboten in NRW zur Verfügung stellen.
Für die Recherche wurden zum einem gezielt die Behindertenkoordinatoren der Städte und Kreise in NRW angeschrieben und um Mithilfe beim Auffinden geeigneter Informationen gebeten, zum anderen wurden umfangreiche Recherchen im Internet durchgeführt. Ermöglicht und unterstützt wurde diese Recherche durch eine Projektarbeit von Studierenden, des Master-Studiengangs Rehabilitationswissenschaften der Technischen Universität Dortmund.
"Informationen zur Barrierefreiheit vor Ort" lesenKriterienkataloge Barrierefreiheit jetzt online

Die aktuelle Broschüre Anforderungen an die Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen - Kriterienkataloge ist ab sofort online verfügbar. Unter Federführung des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales NRW (MAIS), in Zusammenarbeit mit der Behinderten-Selbsthilfe NRW und der Agentur Barrierefrei NRW, ist es gelungen, sich auf Kriterien zu verständigen, die einer Bestandsaufnahme zur Barrierefreiheit öffentlich zugänglicher Einrichtungen in NRW zugrunde gelegt werden sollen. Im Sinne der UN-Konvention haben Experten in eigener Sache auf der Grundlage ihrer langjährigen Erfahrung die Kriterien ganz wesentlich mit entwickelt. Die Kriterien basieren auf den Vorgaben des bisherigen Signets "NRW ohne Barrieren", gehen aber deutlich darüber hinaus.
Auf der Grundlage der Kriterienkataloge dieser Broschüre sollen schrittweise Erhebungsbögen entwickelt werden, die eine einheitliche Datenerfassung ermöglichen. Nach dieser Entwicklungsphase, die wieder in Zusammenarbeit mit Experten in eigener Sache durchgeführt wird, werden in 2012 interessierte Freiwillige für die Datenerhebung geschult und bei der Durchführung begleitet. Auf diese Weise werden nach und nach Daten aus ganz NRW zusammengetragen, aufbereitet und zur Nutzung veröffentlicht.
"Kriterienkataloge Barrierefreiheit jetzt online" lesen



