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KI für barrierefreie Veranstaltungsplanung

Wie kann KI dabei helfen, Veranstaltungen barrierefrei zu planen, um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Teilnehmenden zu berücksichtigen?

Barrierefreie Veranstaltungsplanung leicht gemacht-blau

Barrierefreiheit ist eine wesentliche Voraussetzung für gleichberechtigte Teilhabe. Sind Veranstaltungen nicht für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen zugänglich, führt dies zu strukturellem Ausschluss von Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten. Gleichzeitig ist die Planung barrierefreier Veranstaltungen anspruchsvoll: Es müssen zahlreiche Aspekte berücksichtigt werden, die die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung betreffen. Dies ist häufig mit einem erhöhten zeitlichen und organisatorischen Aufwand verbunden.

Vor diesem Hintergrund wurde ein GPT (Generative Pre-trained Transformer) entwickelt und erprobt. Das Tool unterstützt dabei, Planungsprozesse zu strukturieren und relevante Anforderungen systematisch zu erfassen. Der GPT wurde mithilfe der GPT-Funktion von ChatGPT erstellt und kann über einen bereitgestellten Link genutzt werden.

Ausführliche Hinweise

Entwicklung eines GPTs

Der GPT dient als praxisorientierte Unterstützung für die Planung barrierefreier Veranstaltungen. Auf Grundlage einer Anfrage erstellt er unter anderem strukturierte Checklisten, gibt Hinweise zu relevanten Anforderungen oder zeigt nächste Planungsschritte auf. Zur weiteren Präzisierung stellt die KI gezielt Rückfragen. Dadurch können Bedarfe in Bezug auf Zielgruppen, Veranstaltungsformate oder Rahmenbedingungen – besser berücksichtigt werden.

Das Ziel besteht darin, eine fundierte Orientierung zu bieten vor allem für die Fragen:

  • Welche Anforderungen sind für eine barrierefreie Veranstaltung zu berücksichtigen?
  • Welche organisatorischen Schritte sind notwendig?
  • Wie kann ein möglichst barrierefreier Zugang zu Informationen und Veranstaltungsorten sichergestellt werden?

Darüber hinaus kann das GPT dabei unterstützen, Aspekte von Barrierefreiheit übersichtlich zusammenzustellen, sowie durch Checklisten und Hinweise eine erste inhaltliche Orientierung zu schaffen. Durch gezielte Rückfragen können unterschiedliche Anforderungen und Zielgruppen stärker in den Blick genommen werden. Außerdem kann der GPT Anregungen für organisatorische Schritte und Maßnahmen geben.

Anwendung des GPT

Unter dem Reiter „Beispiele“ werden die Arbeitsweise und ein beispielhaftes Vorgehen des GPTs demonstriert.

GPT - Barrierefreie Veranstaltungsplanung

Wichtiger Hinweis: Dieser GPT dient zur Veranschaulichung, wie eine barrierefreie Veranstaltungsplanung mit KI aussehen könnte. Er stellt eine unterstützende Hilfestellung dar, ersetzt jedoch keine fachliche oder individuelle Abstimmung und wird lediglich als ergänzendes Werkzeug zur Unterstützung im Planungsprozess verstanden. Die ausgegebenen Texte und Hinweise sind als Orientierung zu verstehen und erfolgen ohne Gewähr.

Icon für den GPT

Sie können den GPT gerne selbst ausprobieren, wir haben ihn per Link zur Nutzung freigegeben:
zum GPT "Barrierefreie Veranstaltungen"

Wir freuen uns über Rückmeldungen, Hinweise und Anregungen zum GPT. Diese können Sie gerne per E-Mail an uns senden.

Anwendung eines GPT für "barrierefreie Veranstaltungsplanung"

Beispiel 1

Frage: „Wir planen eine Fachveranstaltung mit rund 120 Teilnehmenden in Präsenz. Was müssen wir beachten, damit die Veranstaltung barrierefrei ist?“

Unterstützung durch das GPT: Das GPT strukturiert die Planung zunächst nach zentralen Handlungsfeldern, zum Beispiel:

  • Zielgruppen und Bedarfe klären
  • barrierefreie Anreise und Wegeführung sicherstellen
  • Zugänglichkeit der Veranstaltungsräume prüfen
  • barrierefreie Information und Anmeldung ermöglichen
  • Unterstützungsangebote wie Gebärdensprachdolmetschung, Schriftdolmetschung oder Assistenz frühzeitig einplanen
  • Technik, Beschallung, Untertitelung und Sichtverhältnisse prüfen
  • Notfall- und Evakuierungskonzepte barrierefrei mitdenken
  • Catering, Allergene und nutzbare Pausenbereiche berücksichtigen
  • Feedback und Nachbereitung barrierefrei gestalten

Das GPT erstellt daraus eine konkrete Checkliste mit Prioritäten, zum Beispiel in den Kategorien Muss / Sollte / Kann, und ergänzt Verantwortlichkeiten sowie sinnvolle Zeitpunkte in der Planungsphase.

Erläuterungen zum Nutzen: Das GPT hilft, die Planung systematisch und frühzeitig aufzubauen, statt Barrierefreiheit erst kurz vor der Veranstaltung mitzudenken. Es lenkt den Blick auf Bereiche, die in der Praxis häufig vergessen werden, etwa Leitsysteme, Hörunterstützung, barrierefreie Informationen vorab oder Evakuierung. Die Anwendung wird dadurch sehr konkret: Das GPT liefert keine allgemeinen Hinweise, sondern prüfbare Planungsschritte für die Organisation.

Beispiel 2

Frage:„Wir organisieren ein hybrides Format mit Livestream und Publikum vor Ort. Welche Anforderungen bestehen im Hinblick auf Hörbeeinträchtigungen, Sehbeeinträchtigungen und Menschen mit Lernschwierigkeiten?

Unterstützung durch das GPT: Das GPT differenziert die Anforderungen nach Zielgruppen und Format und weist zum Beispiel auf folgende Punkte hin:

  • für Menschen mit Hörbeeinträchtigung oder gehörlose Menschen: Untertitelung, Gebärdensprachdolmetschung, gute Tonqualität, Mikrofonpflicht, sichtbare Sprecherführung
  • für blinde oder sehbehinderte Menschen: zugängliche Einladungs- und Anmeldeunterlagen, klare Wegeführung vor Ort, kontrastreiche Präsentationen, verbale Beschreibung visueller Inhalte
  • für Menschen mit Lernschwierigkeiten: klare Sprache, übersichtliche Informationen, nachvollziehbarer Ablauf, gegebenenfalls Materialien in Leichter Sprache
  • für hybride Formate: barrierefreie Streaming-Plattform, technische Tests, zugängliche Chat- und Beteiligungsmöglichkeiten, klare Informationen vorab zur Nutzung

Das GPT benennt dabei nicht nur Maßnahmen, sondern erläutert auch, warum diese wichtig sind, welche Risiken bei fehlender Berücksichtigung entstehen und welche Alternativen möglich sind, wenn bestimmte Angebote nicht oder nicht vollständig umgesetzt werden können.

Erläuterungen zum Nutzen: Das GPT unterstützt nicht nur bei einer allgemeinen Einschätzung, sondern bei der bedarfsgerechten Planung für unterschiedliche Teilnehmendengruppen. Es macht sichtbar, dass barrierefreie Veranstaltungsplanung mehr umfasst als einen stufenlosen Zugang. Gerade bei hybriden und digitalen Formaten hilft es, bauliche, technische und kommunikative Barrierefreiheit zusammenzudenken.

Weiterführende Links

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