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Dokumentation:

Leichte Sprache in Nordrhein Westfalen
Fachtag der Agentur Barrierefrei NRW am 15. November 2018

Inhalt

So kann der Arbeitsplatz zuhause ergonomisch und barrierefrei gestaltet werden.

Computerarbeitsplatz mit ergonomischen Hilfen

Arbeiten von zu Hause aus im sogenannten „Home-Office“ ist ein schon länger bestehender Trend. Durch die Corona Krise seit März 2020 arbeiten sehr viele Menschen teilweise oder auch vollständig im Home-Office. Vermutlich bleibt dieser Trend bestehen und treibt den digitalen Wandel in der Arbeitswelt weiter voran.

Wenn die technischen Möglichkeiten der Vernetzung konsequent genutzt werden, lassen sich plötzlich viele Möglichkeiten der digitalen Zusammenarbeit entdecken, die am gewohnten Büroarbeitsplatz zuvor nicht so sehr im Bewusstsein waren. Zur Verfügung stehen Online-Kommunikationssysteme für Besprechungen und Konferenzen, Cloud-Speicher für den Ideenaustausch und die Zusammenarbeit, der Computer als Hilfsmittel zum Telefonieren im Festnetz und vieles mehr. Durch die vernetzte, digitale Welt des Home-Office ergeben sich auch neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit von und mit Menschen mit besonderen Anforderungen.

Die gesetzlichen Anforderungen an die technische Ausstattung des Home-Office liegen bislang in einem nicht einfach kontrollierbaren Graubereich. Es gilt zu unterscheiden, ob Beschäftigte nur gelegentlich Telearbeit verrichten oder „es sich um einen vom Arbeitgeber fest eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz im Privatbereich des Beschäftigten“ (Arnold 2017) handelt. Nur im zweiten Fall gelten die Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung. Unabhängig von der Anwendbarkeit der Verordnung, bestehen Anforderungen an die Zugänglichkeit und nachhaltige Nutzbarkeit der eingesetzten Technik. Zufriedenheit und Kreativität beim Arbeiten im Home-Office bleiben nur dann langfristig erhalten, wenn die Faktoren Arbeitsumgebung, ergonomische und assistive Lösungen berücksichtigt werden. Im Folgenden werden einige ausgewählte Tipps und weiterführende Informationen gegeben.

Arbeitsumgebung, Arbeitsorganisation und Arbeitsschutz

Um Belastungen und Gefährdungen am Home Arbeitsplatz vorzubeugen, ist es ratsam, ähnliche Anforderungen an die Arbeitsumgebung zu stellen, wie sie üblicherweise für Büroarbeitsplätze gelten. Relevante Umweltfaktoren sind dabei: Licht, Akustik, Raumluft und Temperatur.

  • Licht: Achten Sie darauf, das Arbeitsflächen gut und blendfrei ausgeleuchtet sind, sodass insbesondere ermüdungsfreies Lesen möglich ist. Monitore sollten so aufgestellt sein, dass sie wenig spiegeln und der Hintergrund (zum Beispiel ein Fenster mit Sonneneinstrahlung) den Nutzer nicht blendet.
  • Akustik: Konzentrierte Arbeit braucht Ruhe, kein (Video)-Telefonat braucht eine ablenkende Geräuschkulisse. Daher gilt: Konzentration und Sprachverständlichkeit dürfen nicht dauerhaft durch Umgebungsgeräusche beeinträchtigt werden. Eine Tür die das Home-Office räumlich trennt, ist Gold wert.
  • Klima (Raumluft und Temperatur): Ausreichende Belüftung ist wichtig, aber Zugluft ist nur beim kurzen Stoßlüften in der Arbeitspause zulässig, ansonsten zu vermeiden Die Komfortzone der Raumtemperatur liegt bei 20-22°C. Persönliche Vorlieben können hiervon abweichen, Raumtemperaturen unter 18°C und über 26°C sind absolut ungeeignet, auch im Home-Office.

Weiterführende Links und Online Ressourcen zu den Themen Arbeitsumgebung und Arbeitsorganisation im Home Office finden sie bei den Verweisen zu Informationen anderer Anbieter unter Gesund und inklusiv arbeiten im Home-Office

Ergonomie

Das Arbeiten vom Küchentisch aus sollte mit Blick auf die eigene Gesundheit keine Dauerlösung sein. Es ist wichtig einige ergonomische Regeln zu beachten, zum Beispiel:

  • Für das ausdauernde Arbeiten wird ein Bürostuhl mit Sitzhöhenverstellung und höhenverstellbarer Rückenlehne benötigt. Absolut empfehlenswert ist eine Neigungsverstellung der Sitzfläche synchron oder asynchron zur Neigungsverstellung der Rückenlehne. Auf die Sitzhöhe abgestimmt sollte auch der Arbeitstisch sein. Faustregel: Sitz- und Tischhöhe so abstimmen, dass die Unterarme bei locker hängenden Schultern auf der Tischfläche aufliegen können.
  • Einen wichtigen Beitrag zum ermüdungsfreien Arbeiten leistet ein in angenehmer Entfernung und Höhe aufgestellter Monitor. Bei dauerhafter Nutzung eines Laptop werden daher mindestens ein Laptop-Ständer sowie externe Tastatur und Maus benötigt. Displaygrößen unter 15 Zoll, sind für die Dauernutzung nicht empfehlenswert.
  • Bewegungsmangel kann im Home-Office zum Problem werden. Daher sollten auch Arbeitsphasen, in denen Stehen und Gehen möglich ist, eingeplant werden. Es gibt preisgünstige, höhenverstellbare Tischaufsätze mit denen der Wechsel zwischen Sitzen und Stehen im Laufe eines Arbeitstags ganz einfach wird.

Weiterführende Links und Online Ressourcen zum Thema Ergonomie im Home Office finden sie bei den Verweisen zu Informationen anderer Anbieter unter Gesund und inklusiv arbeiten im Home-Office sowie unter Gesund arbeiten im Home-Office: Vertreiber

Assistive Lösungen und Barrierefreie IT

Wer für die Nutzung eines Computers im Home-Office mehr Unterstützung braucht, kann mit Hilfe assistiver Lösungen die Ein- und Ausgabe verändern. Wegen ihrer Vielfältigkeit sind die aufgeführten Lösungsansätze im Folgenden nur kurz beschrieben und werden ausführlicher in den weiterführenden links behandelt.

  • Anpassungen der Ein- und Ausgabe können zunächst mit Bordmitteln, die jedes Betriebssystem mitbringt vorgenommen werden. Bei Windows 10 ergeben sich in den Einstellungen unter „Erleichterte Bedienung“ sowie über spezielle Tastenkombination zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten. Zum Beispiel können Bildausschnitte vergrößert, Texte vorgelesen, Anschläge auf der Tastatur verzögert ausgegeben oder die Maus mit den Cursortasten der Tastatur bedient werden.
    Auf dieser Internetseite finden Sie eine umfassende Erläuterung zu digitalen Barrieren und den Einstellungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Betriebssystemen
    sowie einen Im PDF Format Folienvortrag, gehalten beim Ergotherapiekongress 2019 zum Thema: Hard- und Software basierte Ein-und Ausgabemodifikation für den PC.
  • Anpassungen der Bedienung können auch durch Veränderungen der Hard- und Software am PC oder mobilen Endgeräten erfolgen. Zum Einsatz kommen zum Beispiel spezielle, assistive Produkte wie Tastaturen, Maus Adapter, Augen- oder Sprachsteuerungssysteme, die eine berührungslose Bedienung ermöglichen, aber auch Lösungen, die durch Kopplung bereits genutzter assistiver Technologie, wie einer Rollstuhlsteuerung mit dem PC und/oder Smartphone entstehen.
  • Für Nutzerinnen und Nutzer assistiver Technologien ist es auch im Home-Office von großem Vorteil, wenn die verwendeten Programme und informationstechnischen Lösungen robust barrierefrei sind und damit auch zuverlässig zusammen mit individuell angepassten Ein- oder Ausgabe Lösungen funktionieren.

Weiterführende Links und Online Ressourcen zu den Themen assistive Lösungen und Barrierefreie IT im Home-Office finden sie bei den Verweisen zu Informationen anderer Anbieter unter Barrierefreie Informationstechnik sowie unter Barrierefreie Informationstechnik: Vertreiber.

Letzte Aktualisierung am 24.08.20