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Umbauen für weniger Barrieren zu Hause: Anträge für Zuschuss vom Bund wieder möglich

Wichtig für alle, die ihr Zuhause mit weniger Barrieren gestalten möchten ‒ oder müssen: Es gibt wieder Zuschüsse für den Umbau. Der Bund stellt neue Mittel bereit, der Zuschuss für Investitionen bis 25.000 Euro liegt bei 10 Prozent. Antrag und Bewilligung laufen über die KfW-Bank.

Eine Rollstuhlfahrerin schminkt sich in einem barrierefreien Badezimmer.
Barrierefreie Bad © KfW Bankengruppe / Thorsten Futh

Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Mieterinnen und Mieter können den Investionstionszuschuss beantragen. Gefördert werden Umbauten, die das Wohnen einfacher und komfortabler machen, in 7 Themenbereichen:

Förderbereich 1: Wege zum Gebäude
  • Wege verbreitern und Stufen vermeiden, zum Beispiel beim Zugang zum Gebäude, zur Garage, zu Sitz- und Spielplätzen sowie zu Mülltonnen
  • Kfz-Stellplätze und Abstellplätze barrierefrei einrichten und überdachen
  • bei Gebäuden ab drei Wohneinheiten auch weitere Maßnahmen im Wohnumfeld
Förderbereich 2: Eingangsbereich und Wohnungszugang
  • Barrieren am Eingang von Haus und Wohnung abbauen
  • mehr Bewegungsfläche schaffen
  • Wetterschutz anbringen, zum Beispiel Überdachung und Windfang
Förderbereich 3: Überwindung von Treppen und Stufen
  • Aufzugsanlage einbauen, nachrüsten oder verbessern
  • Treppenlifte, Senkrecht-, Hebe- oder Plattformlifte installieren
  • Treppen optimieren, zum Beispiel Handläufe anbringen
  • Rampen anlegen
Förderbereich 4: Raumaufteilung und Schwellen
  • Wände versetzen und großzügige Räume mit mehr Bewegungsfreiheit schaffen
  • Türdurchgänge verbreitern und neue Innentüren einbauen
  • Schwellen auf Bewegungsflächen abbauen
  • Terrasse, Loggia oder Balkon schaffen oder erschließen
Förderbereich 5: Badezimmer
  • Raumaufteilung ändern
  • bodengleiche Dusche einbauen und Duschsitze anbringen
  • Sanitärobjekte modernisieren (WC, Bidet, Waschbecken und Badewanne einschließlich eines mobilen Liftsystems)
Förderbereich 6: Orientierung, Kommunikation und Unterstützung im Alltag
  • altersgerechte Assistenzsysteme und Smart-home-Anwendungen installieren, etwa Bedienungs- und Antriebssysteme, für Türen, Rollläden, Fenster, Türkommunikation, Beleuchtung, Heizung- und Klimatechnik
  • Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, zum Beispiel für Heizung und Beleuchtung
  • bauseitige Not-, Ruf- und Unterstützungssysteme, zum Beispiel Wassermelder, Panikschalter und Sturzmelder
  • Bedienelemente modernisieren, zum Beispiel große Lichtschalter und ergonomische Türgriffe anbringen
  • Stütz- und Haltesysteme einbauen
  • Orientierung erleichtern und Kommunikation verbessern, zum Beispiel durch Beleuchtung und Gegensprechanlagen
Förderbereich 7: Gemeinschaftsräume und Mehrgenerationenwohnen
  • Gemeinschaftsräume schaffen oder umgestalten (Voraussetzung: Im Haus gibt es mindestens drei 3 separate Wohnungen)

Für einzelne Maßnahmen gibt es 10 Prozent Zuschuss bei Kosten bis maximal 25.000 Euro pro Wohneinheit. Wer den Standard „Altersgerechtes Haus“ erreicht, kann 12,5 Prozent Zuschuss erhalten bei Kosten bis maximal 50.000 Euro pro Wohneinheit. In einem altersgerechten Haus oder einer altersgerechten Wohnung müssen Zugang, Wohn- und Schlafzimmer, Küche und Bad barriere-reduziert sein und bestimmte Bedienelemente vorhanden sein. Außerdem ist für die Umbaumaßnahmen eine Sachverständige oder ein Sachverständiger verpflichtend zu beauftragen.

Der Antrag auf den Investitionszuschuss muss auf jeden Fall vor Beginn der Arbeiten gestellt werden.

Zahlreiche Ideen und Beispiele, wie sich Barrieren konkret reduzieren lassen, finden Sie in den Umsetzungstipps der Agentur Barrierefei NRW.

Viele barrierefreie Gestaltungselemente und Hilfsmittel können Sie außerdem in der Ausstellung "Barrierefrei Wohnen und Arbeiten" der Agentur Barrierefrei NRW und des Kompetenzzentrums Barrierefreiheit Volmarstein in Wetter/Ruhr kennenlernen. Hier besteht auch die Möglichkeit, Hilfsmittel und Lösungen auszuprobieren und sich von den Fachleuten für Barrierefreiheit individuell beraten zu lassen.

Weitere Informationen zum Investitionszuschuss und Formulare für den Antrag zum Zuschuss Nr. 455-B gibt es online direkt bei der KfW-Bank.

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