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Barrierefreiheit gemeinsam gestalten: Kurzschulungen für Behinderten-Beiräte

Wie gelingt Barrierefreiheit? In drei Online-Kurzschulungen vermittelten wir Behindertenbeiräten fundiertes Fachwissen zu barrierefreien Gebäuden und Außenräumen sowie digitaler Barrierefreiheit. Im Mittelpunkt standen gesetzliche Grundlagen, konkrete Lösungsansätze und die Stärkung kommunaler Teilhabe.

Zoomfenster mit der Folie zum Informationsportal der Agentur Barrierefrei NRW

Fachwissen für mehr Teilhabe und Selbstbestimmung

Barrierefreiheit ist eine wesentliche Voraussetzung für eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Behinderten-Beiräte tragen dazu bei, Barrieren sichtbar zu machen, Veränderungsprozesse anzustoßen und die Interessen von Menschen mit Behinderung wirksam zu vertreten. Unsere Kurzschulungen bieten hierfür praxisorientiertes Wissen zu zentralen Handlungsfeldern.

Barrierefreie öffentlich zugängliche Gebäude

Die erste Kurzschulung befasste sich mit den Anforderungen an die selbstständige und sichere Nutzung öffentlich zugänglicher Gebäude. Auf Grundlage der novellierten Bauordnung Nordrhein-Westfalen (BauO NRW) und der DIN 18040 wurden unter anderem barrierefreie Orientierung, Bewegungsflächen, Türen, Treppen und Sanitärräume behandelt. Die Teilnehmenden erhielten einen Überblick über geeignete Maßnahmen zur Vermeidung baulicher Barrieren, die Anforderungen unterschiedlicher Nutzergruppen und die maßgeblichen rechtlichen Grundlagen.

Digitale Teilhabe

Die zweite Kurzschulung beleuchtete unter der Überschrift – universell gedacht, barrierefrei gemacht – die barrierefreie Nutzung von Websites, digitalen Dokumenten und Online-Dienstleistungen sowie praktische Umsetzungshilfen mit Tipps und (Test-)Tools. Verständliche Inhalte, ausreichende Kontraste, Tastaturbedienbarkeit und die Nutzbarkeit mit assistiven Technologien sind wesentliche Voraussetzungen einer inklusiven digitalen Kommunikation und unabhängig von Overlay-Tools.

Barrierefreier Verkehrs- und Freiraum

Die dritte Schulung widmete sich der Gestaltung öffentlicher Verkehrswege und Freiräume. Im Fokus lagen die Auffindbarkeit, Zugänglichkeit und Nutzbarkeit sicherer Bewegungsräume wie Gehwege, Rampen, Treppen, Haltestellen im ÖPNV-Bereich für alle Menschen. Grundprinzipien wie das Fuß-Rad-Prinzip, das Zwei-Sinne-Prinzip und das KISS-Prinzip wurden in Beispielen erläutert. Dabei wurde deutlich, wie wichtig eine ganzheitliche, frühzeitige Planung für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen ist.

Unsere Kurzschulungsreihe verbindet fachliche Grundlagen mit konkreten Beispielen aus der Praxis. Sie unterstützt Behindertenbeiräte dabei, Barrieren systematisch zu benennen, Anforderungen fundiert zu beurteilen und sich durch Argumentationshilfen für nachhaltige Verbesserungen einzusetzen. Denn Barrierefreiheit entsteht dort, wo die Bedürfnisse unterschiedlicher Menschen von Anfang an mitgedacht werden.

Im Spätsommer 2027 beginnt unsere nächste Kurzschulungsreihe für Behindertenbeiräte mit dem zusätzlichen Thema „Leichte Sprache“.

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