KI und Arbeitsplatzanpassung
In einem besonderen Arbeitsschwerpunkt baut die Agentur Barrierefrei NRW derzeit ein Musterbüro mit zwei Computerarbeitsplätzen auf, das voraussichtlich ab Januar 2026 als weiteres Informations- und Beratungsangebot in Betrieb geht. Beispielhaft und praxisorientiert möchte die Agentur zukünftig Möglichkeiten aufzeigen, wie Menschen mit besonderen Anforderungen selbstständig und ohne gesundheitsgefährdende Belastungen arbeiten können. Außer einer barrierefreien baulichen und technischen Arbeitsumgebung und einer besonderen Hardware-Anpassung kommen hierfür immer mehr KI-basierte Tools zur individuellen Unterstützung am Computerarbeitsplatz zum Einsatz.
Dies geschieht zum Beispiel durch:
- Spracherkennungssoftware und Diktierprogramme, die gesprochene Sprache in Text umsetzen und somit Menschen mit langsamen Bewegungsabläufen beim Schreiben Geschwindigkeit geben können.
- Text zu Sprache Apps, die Menschen mit Sehbeeinträchtigungen oder Leseschwächen Information und Anleitung im Arbeitsprozess geben können.
- Übersetzungs-Apps, die Texte in einfache oder leichte Sprache übersetzen und dadurch Menschen mit Sprachdefiziten komplexere Sachverhalte und komplizierte Texte zugänglich machen können.
- Therapie- und Trainings-Apps, die Menschen mit psychischer Behinderung am Arbeitsplatz helfen, Stress und emotionale Belastungen zu regulieren.
- Sprache zu Text Apps, die in Online Calls und Video-Konferenzen, Untertitel erzeugen und dadurch Menschen mit Hörbeeinträchtigungen ins Arbeitsgeschehen und soziale Miteinander einbeziehen.
Einen sehr guten Überblick zu KI-Anwendungen, die Menschen mit Behinderung bei ihrer Arbeit unterstützen können, gibt der Technologie-Monitor des Projekts KI-Kompass Inklusiv, den wir an dieser Stelle gerne empfehlen.