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Fachtag für Alle in NRW: Barrierefreiheit, Teilhabe und digitale Innovation gemeinsam denken

Am 11. Juni 2026 lud die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung sowie Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen, Claudia Middendorf, zu „Ein Fachtag für alle“ ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie die Anliegen von Patientinnen und Patienten sowie von Menschen mit Behinderungen gemeinsam betrachtet und stärker miteinander verbunden werden können.

Zahlreiche Akteure aus Politik, Gesundheitswesen, Selbsthilfe, Wissenschaft, Verbänden und Ehrenamt kamen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen rund um Barrierefreiheit, Teilhabe, Inklusion und Patientenrechte auszutauschen. Bereits in den Grußworten von Ministerpräsident Hendrik Wüst und Minister Karl-Josef Laumann wurde deutlich: Barrierefreiheit ist ein zentrales Zukunftsthema für Nordrhein-Westfalen.

Neben verschiedenen Fachbeiträgen boten zwei Podiumsrunden Raum für offene Diskussionen und praxisnahe Perspektiven. Besonders im Fokus stand dabei die digitale Transformation. Die Teilnehmenden diskutierten, welche Chancen digitale Lösungen bieten – aber auch, welche Herausforderungen entstehen, wenn Barrierefreiheit nicht von Anfang an mitgedacht wird.

Dabei wurde klar: Digitale Innovationen können nur dann ihr volles Potenzial entfalten, wenn sie für alle Menschen zugänglich sind. Barrierefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe dürfen deshalb nicht erst nachträglich berücksichtigt werden. Sie müssen von Beginn an fester Bestandteil digitaler Projekte sein.

In der Diskussionsrunde zum Thema „Digitale Teilhabe für Menschen mit Behinderungen“ brachte Annika Nietzio, Leiterin der Agentur Barrierefrei NRW, die zentrale Botschaft auf den Punkt: „Auch wenn sich die digitale Welt schnell weiterentwickelt, die grundlegenden Prinzipien der digitalen Barrierefreiheit ändern sich nicht: Alle Websites, Apps und Inhalte sollten wahrnehmbar, bedienbar und verständlich sein. Denken Sie Barrierefreiheit von Anfang an mit, denn Nachbesserungen sind meist schwierig. Barrierefreiheit ‚auf Knopfdruck‘ gibt es – auch mit KI – noch nicht.“

Der Fachtag machte deutlich, wie wichtig der Austausch zwischen Politik, Praxis, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ist. Nur gemeinsam lassen sich digitale und gesellschaftliche Entwicklungen so gestalten, dass sie für alle zugänglich, verständlich und nutzbar sind. Jetzt – und auch in Zukunft.

 

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