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Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden, Lösungsbeispiele für Planer und Berater, 1/2014; 3. überarbeitete Auflage

Projekt:

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PIKSL - Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für mehr Selbstbestimmung im Leben

Inhalt

8. Versammlungs- und Besprechungsräume

Versammlungs- und Besprechungsräume dienen in erster Linie dem Austausch von Informationen. Sie müssen barrierefrei im Hinblick auf ihre Zugänglichkeit sein und die Belange von Personen mit Sinneseinschränkungen berücksichtigen.

Grundanforderungen

  • Versammlungsstättenverordnung beachten (in Nordrhein-Westfalen Sonderbauverordnung)
  • optimale Sichtbeziehung zu den Vortragenden

Möblierung, Rollstuhlplätze

  • funktionale und ergonomisch geformte Bestuhlung
  • Sitzplätze mit einer größeren Beinfreiheit für gehbehinderte und großwüchsige Menschen
  • bei fester Bestuhlung integrierte Rollstuhlplätze mit Sitzplätzen für Begleitpersonen daneben
  • barrierefrei zugängliche Rollstuhlplätze in Veranstaltungsräumen mit Höhenstaffelung (beispielsweise Hörsäle) in zentraler Position
  • 90 cm x 130 cm Standfläche für einen Rollstuhl
  • zusätzlich Bewegungsflächen zum An-, Abfahren und Rangieren
  • ein Prozent Anteil ausgewiesener Rollstuhlplätze bei fester Bestuhlung, mind. jedoch zwei Rollstuhlplätze
  • bei großen Versammlungsstätten Hinweisschilder auf Rollstuhlplätze
  • Tische unterfahrbar, Kniefreiheit bis 67 cm Höhe

Bühnenzugang

  • etwa durch Rollstuhl-Hebebühne oder Rampe

Rednerpult

  • höhenverstellbar für Rollstuhlnutzung oder Kleinwüchsige
  • unterfahrbar, Kniefreiheit bis 67 cm Höhe
  • höhenverstellbares Mikrofon
  • helle aber blendfreie Beleuchtung des Rednerpultes und des Redners, um das Lippenlesen zu erleichtern

Beleuchtung

  • stufenlos regulierbare und blendfreie Ausleuchtung mit hoher Leuchtdichte
  • keine plötzlichen Helligkeitsunterschiede, tiefe Schatten oder blendendes Scheinwerferlicht
  • Verdunklungsmöglichkeiten an Fenstern

Raumakustik

  • DIN 18041 beachten
  • Geräuscheinwirkungen von außen möglichst gering halten
  • Geräusche von Lüftungsanlagen und gegebenenfalls Beamern möglichst gering halten
  • Störgeräuschreduzierung im Raum durch Teppichböden
  • Kurze Nachhallzeiten durch schallabsorbierende Decken und Wandbekleidungen herstellen

Informations- und Kommunikationshilfen

  • In Versammlungs-, Schulungs- und Seminarräumen müssen für Menschen mit sensorischen Einschränkungen Hilfen für eine barrierefreie Informationsaufnahme zur Verfügung stehen; siehe DIN 18041
  • bei elektroakustischen Beschallungsanlagen Einsatz von Höranlagen wie beispielsweise Induktionsanlagen im gesamten Zuhörerbereich
  • Räume mit Höranlage durch Symbol kennzeichnen

Einsatz von Gebärdensprache

  • Standplatz der Dolmetschenden gut sichtbar
  • gute, blendfreie Beleuchtung, dunkler Hintergrund
  • Position nahe beim Redner

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Letzte Aktualisierung am 07.08.14