Unternavigation

Allgemeine Hinweise

Landesaktionsplan:

Logo der Landesinitiative NRW inklusiv
Landesaktionsplan „Eine Gesellschaft für alle - NRW inklusiv“
- auch in Leichter Sprache -

Gelebte Inklusion:

Logo: Inklusionskataster NRW
Inklusion erfolgreich und gemeinsam umsetzen - Wege zum inklusiven Gemeinwesen

Info-Portal Barrierefreiheit:

Logo: informierbar
NRW InformierBar - Informationen zur Barrierefreiheit öffentlich zugänglicher Einrichtungen in NRW

Lösungen für Planer:

Abbildung der Broschüre Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden
Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden, Lösungsbeispiele für Planer und Berater, 1/2014; 3. überarbeitete Auflage

Projekt:

Logo: PIKSL
PIKSL - Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für mehr Selbstbestimmung im Leben

Inhalt

1. Zugänge zum Gebäude

Zugänge müssen für alle Menschen auffindbar, zugänglich und gleichberechtigt nutzbar sein. Für Menschen mit einer Mobilitätseinschränkung sind Schwellen zu vermeiden, Menschen mit einer Sinneseinschränkung müssen entsprechende Orientierungshilfen geboten werden.

Gehwege, Erschließungsflächen

  • feste und ebene Oberläche
  • Breite mind. 150 cm; Gehwege bis 6 m Länge mind. 120 cm breit, wenn am Anfang und Ende eine Wendefläche (150 cm x 150 cm) vorhanden ist
  • leicht und erschütterungsarm befahrbar
  • Begegnungsmöglichkeit z. B. für Rollstühle im Abstand von max. 18 m auf einer Fläche von mind. 180 cm x 180 cm
  • max. Querneigung 2,5 Prozent
  • max. Längsneigung 3 Prozent; Wege mit max. 10 m Länge max. 6 Prozent Längsneigung; Wege unmittelbar an den Eingängen mit max. 10 m Länge max. 4 Prozent Längsneigung
  • Gehwegbegrenzungen mit dem Langstock tastbar, z. B. 3 cm hohe Rasenkantensteine
  • weitere Anforderungen siehe Blindenleitsystem

Eingangstüren

  • leicht auffindbar, z. B. durch visuell kontrastierende Gestaltung und ausreichende Beleuchtung
  • keine Karusselltüren und/oder Pendeltüren als einziger Zugang
  • Eingangstüren sollten automatisch zu öffnen sein
  • untere Türanschläge und Türschwellen grundsätzlich vermeiden - wenn unvermeidbar, max. 2 cm
  • gut lesbare, beleuchtete Beschilderung oder Hausnummer
  • Abstreifroste berollbar und gehhilfengerecht mit kleinem Gitter
  • weitere Anforderungen siehe Türen

Türöffner, Gegensprechanlagen

  • Drehflügeltür bei frontaler Anfahrt, Öffnungsrichtung: Tasterabstand mind. 250 cm, Schließrichtung: Tasterabstand mind. 150 cm
  • Schiebetür bei frontaler Anfahrt: Tasterabstand beidseitig mind. 150 cm
  • bei Gegensprechanlagen Hörbereitschaft der Gegenseite optisch anzeigen
  • bei Türsummern Freigabe optisch signalisieren

Verkehrsflächen allgemein

  • stufen- und schwellenloser Zugang zu allen öffentlich zugänglichen Bereichen
  • großflächig verglaste Wände an Verkehrsflächen deutlich erkennbar, z. B. durch kontrastreiche Sicherheitsmarkierungen (siehe Türen)
  • weitere Anforderungen siehe Flure

Service-Schalter, Kassen, Kontrollen und Automaten

  • mindestens ein Tresenplatz mit dem Rollstuhl unterfahrbar, Tresenhöhe max. 80 cm
  • Bewegungsfläche vor Tresen/Automaten mind. 150 cm x 150 cm
  • Durchgänge mind. 90 cm breit
  • Ausstattung mit einer induktiven Höranlage (bei Service-Schaltern und Kassen mit geschlossenen Verglasungen und Gegensprechanlagen oder in lautem Umfeld)
  • Auskunft über Display für Hörgeschädigte empfohlen
  • Auffindbarkeit von Schalter, Kasse, Kontrolle oder Automat für blinde und sehbehinderte Menschen (siehe Informations- und Orientierungssystem sowie Blindenleitsystem)

Bedienelemente (Klingeln, Taster, Automaten)

  • visuell kontrastierend gestaltet und taktil oder akustisch wahrnehmbar
  • nicht ausschließlich Sensortaster, Touchscreens oder berührungslose Bedienelemente
  • Bewegungsfläche davor mind. 150 cm x 150 cm
  • grundsätzlich in 85 cm Höhe, bei mehreren Bedienelementen übereinander in einer Höhe zwischen 85 cm und 105 cm

Pfeilspitze nach linkszurück zur Inhaltsübersicht

Pfeilspitze nach rechtsweiter zum Kapitel 2: Informations- und Orientierungssysteme

Letzte Aktualisierung am 07.08.14